Jahresfest der Frauenhilfe in Oberkleen

Damit keine Verliererin ist
Zwei Schwestern, die um denselben Mann konkurrieren, ein Vater, der nur auf seinen wirtschaftlichen Profit aus ist, Schönheit und Ansehen, Neid und Eifersucht, Mutterstolz und die Verzweiflung, keine Kinder bekommen zu können – um dies alles ging es beim Jahresfest der evangelischen Frauenhilfe in Oberkleen, vorbereitet von Frauen des Kreisverbandes Wetzlar/Braunfels mit seiner Vorsitzenden Marlene Förster. „Zu kurz gekommen“ lautete das Motto des Mirjam-Gottesdienstes, den 90 Frauen aus Gemeinden der Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar zu Beginn in der St. Michaelis Kirche feierten. Unter den Anwesenden war auch Pfarrer Roland Rust, Superintendent des Kirchenkreises Braunfels. Seit 1998 wird in der Evangelischen Kirche im Rheinland in jedem Jahr im Herbst der Mirjam-Sonntag mit einem Gottesdienst gefeiert. Die kirchliche Solidarität mit den Frauen steht dabei im Mittelpunkt. Diesmal ging es um die biblische Geschichte von den Schwestern Lea und Rahel aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 29 und 30, und die damit verbundene Frage nach dem Verhältnis von Konkurrenz und Gerechtigkeit. Anschaulich stellten Christel Kunz (Werdorf), Iris Unger (Rechtenbach) und Elke Imort (Oberkleen) die Problematik in ihrem Anspiel dar.

Jahresfest_1Gestalteten in einem Anspiel die biblische Geschichte von Lea und ihrer Schwester Rahel (v.l.): Elke Imort, Christel Kunz, Iris Unger und Simone Pfitzner.

Während Lea viele Kinder, aber keine Liebe von ihrem Mann Jakob hat, hat Rahel seine Liebe, aber zunächst keine Kinder. Beide haben das Gefühl, zu kurz zu kommen, sind eifersüchtig aufeinander, beide leiden und keine ist bereit, aus dieser Spirale herauszutreten. „Gott ist immer da, wo eine zu kurz kommt“, sagte Referentin für Frauenarbeit Simone Pfitzner. „Er versucht Ausgleich zu schaffen, dass diese nicht an dem Mangel zerbricht.“ Es gebe zahlreiche Situationen bitterer Konkurrenz, in denen Frauen sich immer wieder gegenseitig Leid zufügten. Hier helfe nur, aus den ausgetretenen Pfaden auszusteigen und mit Gerechtigkeit, Güte und Einsicht zu reagieren. „Gott wartet auf uns. Bei ihm kommt keine zu kurz!“ Die Begrüßung im Gottesdienst hatte Ortspfarrer Michael Ruf übernommen.

Jahresfest_2Buffet und geselliges Miteinander im Gemeindehaus neben der Kirche.

Anschließend kamen die Gäste bei einem leckeren Fingerfood-Buffet, zubereitet von Frauen aus der Kirchengemeinde Oberkleen, miteinander ins Gespräch. Richtig fröhlich und lebendig wurde es dann am Ende noch einmal in der St. Michaelis Kirche.

Jahresfest_3Die Frauenhilfe zum Klingen brachte Kreiskantorin Jasmin Neubauer.

Dort brachte Kreiskantorin Jasmin Neubauer die Frauenhilfe zum Klingen. Ob beim Kanon, beim gleichzeitigen Gesang der drei Choräle „Wie lieblich ist der Maien“, „Lob Gott getrost mit Singen“ und „Auf Seele, Gott zu loben“, beim mehrstimmigen Singen oder beim Quodlibet, bei dem zahlreiche Liedanfänge hintereinander weg gesungen werden – hier wurde deutlich, wie mit wenig Aufwand auf musikalische Weise ein harmonisches Miteinander entstehen kann.

Text und Fotos: Barnikol-Lübeck

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Renovierungsarbeiten im Gemeindehaus Siloah

Wir renovieren 2Der große Saal und der Flur im Obergeschoss unseres Gemeindehauses Siloah werden renoviert: die Wände wurden frisch gestrichen, das Parkett abgeschliffen und neu versiegelt, die Fußleisten werden noch erneuert.

Die Arbeiten werden wohl erst am 1. September 2016 abgeschlossen sein. Danach muss der Saal wieder eingeräumt werden. Solange steht das Obergeschoss des Gemeindehauses für Veran-staltungen und Vermietungen nicht zur Verfügung.

Das Presbyterium bittet um Verständnis.

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Unser neuer Gemeindebrief

Titelseite pdficon_small Gemeindebrief 2016-3

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