Nah am Menschen sein

Dieter Neumeyer begeht 40. Ordinationsjubiläum

Am 11. September 2022 feierte Prädikant Dieter Neumeyer sein 40. Ordinationsjubiläum mit zwei Gottesdiensten in Dornholzhausen und Niederkleen.

Am 12. September ist es 40 Jahre her, dass Dieter Neumeyer aus Niederkleen in der dortigen evangelischen Kirche von Superintendent Theodor Preis ordiniert wurde. Das heißt, der ehemalige Lehrer und Leiter der Förderstufe der Kestnerschule in Wetzlar hält seit 40 Jahren Gottesdienste, Trauerfeiern, Taufen, manchmal auch Trauungen und Gottesdienste zu Ehejubiläen.

Neumeyer ist „Prädikant“ – so die Bezeichnung in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das heißt übersetzt „Prediger“. Prädikanten unterstützen die Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer in ihren Kirchengemeinden. Dieter Neumeyer wurde zum damals sogenannten „Predigthelfer“ ordiniert. Diese Bezeichnung gefällt ihm heute noch besser. Sie sei leichter verständlich, sagt er. Als Mentor bei der zweijährigen nebenberuflichen Ausbildung hat ihn damals Pfarrer Herbert Weber aus dem Wetzlarer Gemeindebezirk Silhöfer Aue begleitet.

Evangelische Religion war bereits während seines Lehramtsstudiums an der Hochschule Worms Dieter Neumeyers Wahlfach gewesen. Im Kindergottesdienst, in der Jugendarbeit des CVJM, mit Flötenunterricht, als Presbyter und Kirchmeister hat er sich später in seiner Kirchengemeinde engagiert. Dies zur Freude des langjährigen Pfarrers von Niederkleen und Dornholzhausen, Reiner Wagner.

Nach seiner Ordination habe er rund 50 Gottesdienste im Jahr gehalten, berichtet der Prädikant, dabei oft jeweils zwei an einem Sonntag, in Niederkleen und Dornholzhausen. Aber auch in anderen Gemeinden der rheinischen und auch in der hessisch-nassauischen Kirche war Neumeyer als Prediger unterwegs: in Ebersgöns, Oberkleen, Volpertshausen, Lützellinden, Dutenhofen, Garbenheim, Hermannstein, Butzbach und in vielen weiteren. Hinzu kamen Andachten im AWO Sozialzentrum Heinz-Ulm-Haus Langgöns. Auch heute hält Neumeyer noch Gottesdienste, etwas weniger zwar, aber der rüstige 79-Jährige singt noch in der Hessischen Kantorei und begleitet mit seiner Frau Annemarie den Seniorenclub in der Gemeinde. Beiden ist zudem die Dorfgemeinschaft, der Kontakt mit den Menschen wichtig. Dazu gehören Dienste in den Vereinen und auch auf der Kirmes. Dieter Neumeyer ist gern mit anderen Menschen zusammen und sieht darin auch Vorteile für sein Predigtamt: „Je besser ich die Menschen kenne, um so persönlicher kann ich beispielsweise eine Trauerfeier gestalten“, erklärt er. Das positive Echo aus vielen Richtungen hat ihn in der Ausübung seines Amtes bestärkt: Als ehemalige Schüler mit der Bitte auf ihn zukamen, sie zu trauen, hat er dies als besondere Wertschätzung empfunden. Sehr bewegt hat Dieter Neumeyer auch, dass ein guter Freund seiner Schwiegermutter ihn auf dem Sterbebett bat, die Trauerfeier zu halten.

„Es macht mir einfach Freude, mich mit den biblischen Texten zu beschäftigen“, sagt der ehrenamtliche Prediger auf die Frage, warum er gerne Gottesdienste hält. Früher habe er seine Erfahrungen aus der Schule gut in die Predigten einbringen können, erzählt der Vater zweier Söhne. Heute habe er mehr Zeit zum Lesen um sich auf die Gottesdienste vorzubereiten. In Niederkleen gestaltet dabei regelmäßig seine Frau Annemarie den Gottesdienst mit. Sie übernimmt die Schriftlesung. Annemarie Neumeyer war es auch, die von ihm gefragt wurde, bevor ihr Mann mit der Ausbildung für dieses Ehrenamt begann. „Ich habe damals ja nicht gewusst, was auf mich an Verpflichtungen zukommt“, erklärt Neumeyer. Superintendent Preis, der ihn damals gefragt hatte, ob er angesichts einer Pfarrvakanz Predigthelfer werden wolle, habe ihm erklärt, zuerst müsse er lernen „Nein“ zu sagen. Was im kirchlichen Dienst, ob haupt- oder ehrenamtlich, immer eine Gratwanderung ist, hat Dieter Neumeyer in seiner Ordinationspredigt 1982 so formuliert: „Wir tragen alle Verantwortung für den Bau der Gemeinde.“

Text und Foto: Barnikol-Lübeck


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250. Kirchenjubiläum in Ebersgöns

Am 9. und 10. Juli 2022 feierte die Evangelische Kirchengemeinde Ebersgöns unterstützt von ihrem Förderverein das 250. Kirchenjubiläum.


Wolfgang Pachner berichtet:

Jubiläumskonzert zum 250. Kirchenjubiläum

Das Festwochenende wurde am 9. Juli mit einem Konzert von Jochen Günther und Anna Offen eröffnet. Der 1. Vorsitzende des Fördervereins der Evangelischen Kirche Ebersgöns, Michael Habermehl, begrüßte die Gäste in der Kirche mit „Gut wieder hier zu sein, gut euch zu sehen“ nach einem Song von Hannes Wader. Nach einer gut zweijährigen Pause konnte der Förderverein die Gemeindemitglieder wieder einladen.

Unser Foto zeigt das Anna-Offen-Duo mit Sängerin und Pianistin Anna Offen und Gitarrist und Sänger Jochen Günther in der Evangelischen Kirche in Ebersgöns.

An diesem Abend begeisterte das Anna-Offen-Duo mit einem kleinen, feinen eineinhalbstündigen Konzert bei freiem Eintritt. Gemeinsam mit Jochen Günther an der Gitarre beeindruckte die junge Sängerin und Pianistin. Von Elvis bis Elton John, Pop-Musik und Klassiker aus den letzten sechs Jahrzehnten. Wundervoll arrangiert, Melodien, die man immer wieder hören kann. Songs von Bruce Springsteen, den Bee Gees und Bob Marley präsentierte das Duo, das seit 2014 zusammenspielt und auftritt. Dabei ergänzten sich Anna Offens starke Stimme und Jochen Günthers sehr variantenreiches Gitarrenspiel hervorragend. Auch ihre angenehme Moderation trug zu einem abwechslungsreichen Konzertabend für die Gäste bei. Der große Applaus am Ende war das Zeichen für ein Konzert der besonderen Art, das die Sängerin und Pianistin Anna Offen und der Gitarrist und Sänger Jochen Günther in der evangelischen Kirche in Ebersgöns präsentierten. Das Publikum war von der Musik begeistert, klatschte und stand auf. So war das Duo auch gerne bereit für zwei Zugaben. Nicht nur die Gäste, auch die beiden Musiker waren von dem Konzertabend begeistert.

Bereits vor und auch nach dem Konzert gab es auf dem Platz vor dem Gemeindehaus Siloah kühle Getränke und kleine Knabbereien. Mit vielen Gesprächen bei einem gemütlichen Beisammensein klang der Konzertabend aus.

Vor und auch nach dem Konzert nutzen die Konzertbesucher die Gelegenheit, sich auf dem Platz vor dem Gemeindehaus Siloah bei kühlen Getränken auf das Konzert einzustimmen und es mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen zu lassen.


Pfarrer Ruf begrüßte die Gemeinde zum Festgottesdienst am 10. Juli mit den Worten:

„Unsere Kirche, in der wir uns befinden, wurde mit dem heutigen Grundriss 1772 fertiggestellt. Zuvor wurde das Kirchen­schiff, in dem Sie sitzen, mit seinen gut ein Meter dicken Wänden durch einen verputzten Fachwerkbau hinter mir erweitert sowie an drei Seiten mit Emporen versehen.

Die Kanzel zeigt die Jahreszahl ihrer Fertigstellung.

Die Kanzel, an der Schnittstelle beider Gebäudeteile, trägt die Jahreszahl ihrer Fertigstellung in der vierteiligen Inschrift: „SOLI DEO / GLORIA / 17 / 72“. Bernd Beierlein hat sie 2011 restauriert und wieder in den ursprünglichen farblichen Zustand versetzt.

Auch die Emporenbilder von Daniel Hisgen nehmen bewusst die Kirchen­erweiterung auf. Zehn Bilder im ursprünglichen Teil der Kirche zeigen Szenen aus dem Alten Testament; sieben Bilder im Erweiterungsteil – das Osterbild von Bernd Beierlein am Orgelspieltisch nicht mitgezählt – zeigen Szenen aus dem Neuen Testament. Gegenüber der Kanzel ist der Übergang vom Alten zum Neuen Testament.

Anders als bei der Oberkleener Kirche, bei der wir das genaue Datum des Festgottesdienstes zu ihrer Fertigstellung am 7. Oktober 1770 kennen, haben wir für Ebersgöns nur die Jahreszahl 1772 an der Kanzel vorzuweisen. Da hat auch Michael Habermehl trotz intensiven Aktenstudiums leider nichts Konkretes herausfinden können. Aber das tut unserer Freude über das 250. Kirchen­jubiläum keinen Abbruch.

Eine Tafel vor dem Eingang hinten, die Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, gibt künftig Hinweise über unsere Kirche, wie sie ausführlicher längst auf unserer Homepage nachzulesen sind. Gestern haben wir das schöne Konzert mit Jochen Günther und Anna Offen erleben dürfen. Heute Nachmittag laden wir zum Abschluss noch zum Café Siloah in unser Gemeindehaus ein. Doch nun feiern wir Gottesdienst: SOLI DEO GLORIA – allein Gott gebührt die Ehre – ihn loben wir, auf sein Wort hören wir, unter seinen Segen stellen wir uns.“


Wolfgang Pachner berichtet:

Café Siloah im Gemeindehaus

Für den Nachmittag hatte der Förderverein der Evangelischen Kirche Ebersgöns nach einer zweijährigen Pause anlässlich des Kirchenjubiläums wieder zum Café Siloah in das Evangelische Gemeindehaus Siloah eingeladen. Viele Gäste, die gerne gelegentlich zusammen Kaffee trinken, sich unterhalten und bei einem gemütlichen Beisammensein austauschen, waren gekommen. Neben Kaffee und gekühlten Getränken gab es wieder leckeren Kuchen und köstliche Torten, die von Ebersgönser Gemeindemitgliedern gespendet wurden.

Viele Besucher freuten sich, dass der Förderverein nach zweijähriger Pause wieder zum Café Siloah eingeladen hatte. Sie ließen sich leckere Kuchen und köstliche Torten schmecken …

… und verbrachten einen kurzweiligen Nachmittag bei angenehmer Unterhaltung.


Über den folgenden internen Link gelangen Sie zu weiteren Informationen über unsere Evangelische Kirche in Ebersgöns.

Textauswahl und Layout: Michael Ruf
Alle Bilder: Wolfgang Pachner


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Gemeindeglieder aus Kühnhausen zu Gast

11 Gemeindeglieder aus der Partnergemeinde Kühnhausen bei Erfurt waren vom 20. bis 22. Mai in Niederkleen und Dornholzhausen zu Gast. Am Samstag waren sie mit ihren Gastgebern auf den Spuren Martin Luthers in Marburg unterwegs.

Gäste und Gastgeber auf den Treppenstufen vor der Elisabethkirche


Gäste und Gottesdienstbesucher vor der Niederkleener Kirche


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